Die Nukak, ein Jäger- und Sammler*innen-Volk in Kolumbien, das erst seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig Kontakt zu Außenstehenden hat, wurde gewaltsam aus seinem Zuhause im Regenwald vertrieben und kämpft nun darum, dorthin zurückzukehren. Der erzwungene Kontakt hatte verheerende Folgen: Mehr als die Hälfte der Nukak starb in den folgenden Jahren, vor allem an Grippe und anderen Krankheiten, gegen die sie keine Abwehrkräfte hatten.
Ihr Territorium wurde von Kokapflanzungen und landwirtschaftlichen Großbetrieben, die es abholzen, sowie von bewaffneten Gruppen und anderen Eindringlingen überrannt. Als ob das noch nicht genug wäre, ist ein Teil ihres angestammten Landes mit Antipersonenminen übersät.
Seit Jahrzehnten leben viele Nukak am Rande benachbarter Ortschaften unter schrecklichen Bedingungen, leiden unter schwerer Unterernährung und Krankheiten wie Malaria. Kinder sind Opfer sexueller Ausbeutung, und der Konsum von Alkohol und anderen Drogen nimmt immer mehr zu.
Angesichts all dessen leisten die Nukak Widerstand. Verschiedenen Gruppen gelang es, aus eigener Kraft in ihr Land zurückzukehren, was andere Nukak inspirierte; doch aufgrund des bewaffneten Konflikts mussten einige das Gebiet erneut verlassen, während andere mitten im Konflikt in die Enge getrieben wurden und keine Möglichkeit mehr haben, zu jagen, zu fischen und zu sammeln – Tätigkeiten, die für ihr Leben und ihre Selbstversorgung unverzichtbar sind. Die Nukak brauchen die Unterstützung der Behörden, um ihr Recht auf Rückkehr in ihr Gebiet auszuüben und wieder als selbstversorgendes Volk leben zu können. Je mehr die Regierenden erkennen, dass die Welt die Geschehnisse aufmerksam verfolgt, desto größer sind die Chancen, dass diese ungeheuerliche Ungerechtigkeit behoben wird.
Werde jetzt für die Nukak aktiv!
(Deine E-Mail wird gesendet an: Abelardo de la Espriella (Präsident von Kolumbien), Rodrigo Lara Restrepo (Innenminister), Ana María Vesga Gaviria (Ministerin für Gesundheit und Sozialschutz), Jorge Eduardo Mora (Verteidigungsminister), Fabio Arjona Hincapié (Umweltminister) und Indalecio Dangond (Landwirtschaftsminister)