Survival International

Welterbe für Tourist*innen,
Albtraum für die Maasai

Maasai im Ngorongoro-Schutzgebiet (Tansania) protestieren am Internationalen Tag des Welterbes 2024. © Mitglied der Maasai-Gemeinschaft

Die Maasai im Ngorongoro-Schutzgebiet (NCA) in Tansania – einem UNESCO-Welterbe – sind im Namen des Naturschutzes von Massenvertreibungen bedroht. 

Zwei neue Berichte der tansanischen Regierung empfehlen, die Vertreibungen fortzusetzen und auszuweiten. 

Und dies geschieht mit Unterstützung der UNESCO.

Seit Jahren stellen die Berichte der UNESCO und die Beschlüsse des Welterbekomitees die Maasai als Hauptbedrohung für die Umwelt in der Region dar und liefern damit Rechtfertigung für die Vertreibungen. 

Die tansanische Regierung hat in offiziellen Begründungen für die Vertreibungen ausdrücklich auf UNESCO-Berichte und den Welterbestatus verwiesen. 

Am Welterbetag 2024 veröffentlichte Survival seinen Bericht „#DecolonizeUNESCO“, der dieses Muster der Komplizenschaft an zahlreichen Welterbestätten weltweit dokumentiert. Wir und unsere indigenen Partner*innen haben nie eine angemessene Antwort erhalten.
Das Welterbekomitee tagt wieder im Juli. Jetzt ist es an der Zeit, Einfluss auf seine Mitglieder zu nehmen. Sage ihnen: 

Ngorongoro ist Maasai-Land, und sie haben es seit Generationen geschützt. Kein Ort, an dem solche Rechtsbrüche stattfinden, verdient den Titel „Welterbestätte“. 

Deine E-Mail wird an die Mitglieder des Präsidiums des Welterbekomitees und an die UNESCO gesendet und in Kopie an die IUCN, ICOMOS, die Präsidentin und die Regierung von Tansania, die Botschaften Deutschlands, Frankreichs und des Vereinigten Königreichs in Tansania sowie an die EU-Delegation in Tansania weitergeleitet.  

Verpasse nicht deine nächste Chance, dich mit indigenen Völkern weltweit zu solidarisieren.

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